Ich fand es ein schönes Bild – und rätsele noch immer, warum auf dem Magdeburger Alten Markt, direkt vor dem magdeburger Reiter die Flagge gehisst ist.
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Hier finden Sie die Erklärung: Ein Aufruf der Tibetinitiative an alle Bürgermeister und Landräte in Deutschland
1949/50 wurde das souveräne Tibet von der Volksrepublik China völkerrechtswidrig besetzt und 1951 annektiert. Der verzweifelte Widerstand des tibetischen Volkes gegen die Okkupanten fand am 10. März 1959 in einem Aufstand in Lhasa, der tibetischen Hauptstadt, seinen tragischen Höhepunkt. Nach offiziellen chinesischen Angaben kamen dabei 87000 Tibeter ums Leben.
Aus Solidarität mit dem gewaltlosen Widerstand der Tibeter gegen die chinesische Besatzungspolitik ersucht die Tibet Initiative Deutschland e.V. – zum vierzehnten Mal – die deutschen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Landrätinnen und Landräte, auch in diesem Jahr wieder am 10. März, dem 50. Jahrestag des Tibetischen Volksaufstands, auf ihrem Amtssitz oder einem anderen öffentlichen Gebäude die tibetische Fahne zu hissen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich allein in Deutschland 922 Städte und Landkreise an der weltweiten Aktion. Zweitausend Städte in Mitteleuropa – in Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Tschechien, Polen, Ungarn, Italien, Österreich und der Schweiz – hissten die tibetische Flagge, darunter auch die Hauptstädte Paris und Prag.
Obwohl sich die Lage der Tibeter in Tibet seit Jahren kontinuierlich verschlechtert, verfolgt der Dalai Lama, ihr geistliches und weltliches Oberhaupt, weiterhin konsequent eine Politik der Gewaltlosigkeit und Toleranz. Um das Überleben seines Volkes und der tibetischen Kultur zu sichern, ist der Friedensnobelpreisträger sogar bereit, auf die Tibet völkerrechtlich zustehende Unabhängigkeit zu verzichten und sich mit echter Autonomie innerhalb des chinesischen Staatsverbands zu bescheiden. Gleichwohl sind seine Versuche, China zu einem ernsthaften Dialog über die Zukunft Tibets zu bewegen, bisher ohne Ergebnis geblieben. Auch die wiederholten Besuche zweier hochrangiger Abgesandter des Dalai Lama in Peking haben die in sie gesetzten Hoffnungen, daß China sich endlich zu Gesprächen bereitfände, nicht erfüllt. Doch nur mit dem Dalai Lama ist eine friedliche Lösung des Tibetproblems möglich. Chinas „Death Watching“, d.h. die Annahme, nach dem Tode des tibetischen Oberhaupts werde sich die Tibetfrage von allein lösen, birgt die Gefahr, daß in absehbarer Zeit auf dem Dach der Welt ein neuer Krisenherd entsteht. Vor allem junge Tibeter in Tibet selbst verlieren immer mehr die Hoffnung, daß sich die Lebensbedingungen im Lande bessern werden. Nach Berichten aus Tibet halten die Repressalien unvermindert an und haben sich nach den Unruhen des vergangenen Jahres noch verstärkt.
Unser – und Ihr – Engagement ist daher nach wie vor eminent wichtig. Bitte, zeigen Sie Ihre Sympathie für den gewaltlosen Kampf des Dalai Lama. Unterstützen Sie mit dem Hissen der Tibetfahne das legitime Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung. Protestieren Sie gegen die Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der Kultur, Religion und nationalen Identität der Tibeter. Für Tibet „Flagge zu zeigen“ ist ein Appell an die Verantwortlichen bei uns, sich für die legitimen Rechte der Tibeter einzusetzen, und es ist ein Appell an Peking, seine Tibetpolitik ernsthaft zu überdenken.
Im Namen der Tibet Initiative Deutschland e.V. möchte ich Sie herzlich bitten, am kommenden 10. März an der Aktion „Eine Flagge für Tibet“ teilzunehmen und die Schneelöwenflagge am Rathaus oder einem anderen öffentlichen Gebäude zu hissen.. Eine Tibetflagge können Sie entweder von der TID erwerben oder für diese Aktion kostenlos – auch auf Dauer – ausleihen. Mehr zur Flaggenaktion finden Sie auf unserer Internetseite http://www.tibetflagge.net